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Einträge zum Thema: Krebs - Auswahl zurück setzen

16.01.2020 19:31

Ernährung bei Krebserkrankung - ein Praxisbeispiel

Den Speiseplan aufpeppen

Oft erzählen uns die Patienten, dass sie ausreichend Essen und sich gut versorgen. Im Gespräch beschreiben sie ihren Tagesspeiseplan so ähnlich wie den folgenden:

Frühstück: Marmeladebrot, Kaffee mit Milch
Jause: Birnenkompott
Mittag: klare Suppe, Kartoffelpüree
Jause: Naturjoghurt
Abend: Grießkoch

Auch wenn das auf den ersten Blick gar nicht so wenig wirkt, können sie aber damit weder den Energie- noch den Eiweißbedarf decken. Mit kleinen Tricks kann man den Speiseplan aber ganz leicht optimieren. Und das könnte so aussehen:

Frühstück: BRIOCHE mit Marmelade und Butter, Kaffee mit eiweißreicher TRINKNAHRUNG*
Jause: MILCHSHAKE**
Mittag: klare Suppe, Kartoffelpüree + EIERSPEIS ***
Jause: GRIECHISCHES JOGHURT mit NUSSMUSS
Abend: Grießkoch aus eiweißreicher TRINKNAHRUNG (statt der Milch)

*) eiweißreiche Trinknahrungen erhält man im Handel, aber auch in der Apotheke. Um das richtige Produkt zu finden können Diätologen, aber auch Ärzte oder Apotheker behilflich sein.

**) Man kann die Shakes (wie z.B. Trinkjoghurts, süße Buttermilchen, Fruchtmilch, Proteinmilchgetränke, etc.) kaufen oder selbst zubereiten.  Süße Shakes sind im Handel leicht zu bekommen, deshalb haben wir folgend für euch 2 pikante Beispiele.

***) Durch die Kombination bestimmter Nahrungsmittel kann der Eiweißgehalt biologisch aufgewertet werden. Das heißt, aus dem Nahrungseiweiß kann vermehrt körpereigenes Eiweiß aufgebaut werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Kombination aus Kartoffel und Ei. Weitere Beispiele dafür sind Weizen und ein Milchprodukt, Weizen und Ei, Kartoffel und Milchprodukt.

weiterlesen beim Thema "Ernährung bei Krebserkrankung - ein Praxisbeispiel"

07.01.2020 10:23

6 Dinge, die Menschen mit Krebs über ihre Ernährung wissen sollten

Kaum ein Betroffener sucht nicht danach: Ernährungsempfehlungen bei Krebs. Von Weglassen von Milch, Weizen und Zucker über exotische Obstpulver bis hin zum Fasten finden wir im Internet die unterschiedlichsten Tipps. Was davon ist sinnvoll? Mit welcher Ernährung rüsten sich Krebskranke am besten für Chemo- und Strahlentherapie? Wir haben fundierte und bewährte Empfehlungen gesammelt, wie Sie die Ernährung optimal an Ihre Krebserkrankung anpassen und therapiebedingte Nebenwirkungen diätetisch abfangen.

Das sind die häufigsten Ernährungsthemen die wir in der Betreuung von Betroffenen feststellen:

  1. Die Essensmenge wird überschätzt, der Energiebedarf wird unterschätzt
  2. Der hohe Eiweißbedarf kann nicht gedeckt werden
  3. Die typische Abneigung gegen eiweißreiche Nahrungsmittel (Fisch, Fleisch) macht das Essen schwierig
  4. Nüchternphasen während Untersuchungen und Behandlungen schwächen den Patienten
  5. (Therapiebedingte) Veränderungen im Appetit, beim Geschmack und bei der Verdauung
  6. Das bedarfsgerechte Essen bekommt nicht die nötige Aufmerksamkeit
  7. Diäten, die den Krebs aushungern sollen, verursachen Muskelverlust

Problem Gewichtsverlust

Sehr viele Betroffene verlieren vor der Diagnose Krebs an Gewicht. Je nach Tumorart sind ein Drittel bis gut 80 % von ungeplantem Gewichtsverlust betroffen. Aber eine Gewichtsabnahme ist bei Krebs alles andere als positiv. Bitte nicht falsch verstehen: natürlich ist Übergewicht ein Gesundheitsproblem, aber bereits bei 5 % Gewichtsverlust innerhalb von 3 Monaten besteht das Risiko einer Mangelernährung. Eine qualitative Mangelernährung kann auch jemand mit Übergewicht haben. Und das ist eine denkbar ungünstige Ausgangslage für die zehrende und manchmal langwierige Krebstherapie. Mitunter bleibt das Gewicht zwar gleich und trotzdem verliert der Krebspatient an Substanz. Nämlich dann, wenn es zu Muskelschwund und Wassereinlagerungen kommt. Deshalb sollte sich jeder Mensch mit einer Tumorerkrankung regelmäßig wiegen und optimalerweise verlaufend BIA Messungen zur Kontrolle des Muskelanteils und Wasserhaushalts durchführen.

Nahrungsmittel, die den Krebs heilen sollen

Man schätzt den Anteil der Ernährung an der Entstehung von Krebs auf rund 30 %. Allerdings ist da das Essen in Summe das Thema. Besonders Übergewicht und die „Western Diet“, also eine Ernährung mit wenig Gemüse und viel Verarbeitetem, sind Risikofaktoren für die Entstehung von bösartigen Erkrankungen. Bitte seien Sie nicht versucht zu glauben, dass ein bestimmtes Lebensmittel Krebs auslöst oder heilt. Besonders was die einzelnen Lebensmittel bei bestehender Krebserkrankung betrifft, steht die Forschung noch am Anfang. Ingwer, Kurkuma, hochdosierte Vitamine, Himbeeren, Milch oder Ketose,… die meisten Informationen stammen aus Beobachtungsstudien oder Versuchen an Zellkulturen und sind leider nicht eins zu eins in die menschliche Ernährung zu übertragen. Ist es also einerlei ob und was ein Krebsbetroffener isst und trinkt? Natürlich nicht!

Ein guter Ernährungszustand hat oberste Priorität

Betroffene haben im Verlauf der Krebstherapie häufig Probleme ihren Energie- und Nährstoffbedarf zu decken. Die Gründe sind vielschichtig: bei manchen Krebsarten steigt der Energie- und Eiweißbedarf an. Appetitverlust, Ekel vor Lebensmittel, Geruchsempfindlichkeit, Mundtrockenheit, Schluck- oder Verdauungsprobleme sind der Auslöser dafür, dass ein Patient zu wenig isst. Neuerdings finden sich in einschlägigen Foren Empfehlungen zum Weglassen ganzer Lebensmittelgruppen. Auch das Fasten oder die ketogene Ernährung werden propagiert um den Krebs zu besiegen. Solche Ratschläge führen nicht selten erst recht in eine Mangelernährung und schwächen nicht den Krebs, dafür aber den Krebspatienten.

Um festzustellen ob jemand ausreichend versorgt ist empfehlen wir das Führen eines Ernährungsprotokolls. Wer nicht selbst mitschreiben kann, protokolliert am besten mit Fotos von der Mahlzeit vor und nach dem Essen. Wir Diätologinnen können recht rasch abschätzen ob ein Klient genug Eiweiß, Kalorien und Mikronährstoffe in seinem Essen hat. Als nächstes erarbeiten wir praktische Möglichkeiten das Essen aufzuwerten, verträglicher zu machen und die körpereigene Krebsabwehr zu unterstützen. Will der Betroffene eine „Krebsdiät“ versuchen, planen und überprüfen wir gemeinsam mit ihm die Versorgung.

Manchmal reicht „normales Essen“ nicht aus. Dafür gibt es spezielle Produkte: energiereich, eiweißreich, zum Aufwerten von Suppen, Kompott oder Getränken. Ihr Einsatz ist sinnvoll wenn ein Patient nicht genug essen kann.

Erste Hilfe bei Nebenwirkungen

Was tun, wenn einem vom Kochgeruch so übel wird, dass einem der Appetit vergeht? Oder wenn die Verdauung verrückt spielt? Therapiebedingten Nebenwirkungen können Sie recht gut diätetisch entgegen wirken.

  • Bei Übelkeit kalte Gerichte bevorzugen: sie sind weniger geruchsintensiv.
  • Bei Erbrechen magenberuhigende Teemischungen trinken
  • Bei fehlendem Appetit helfen zum Beispiel appetitanregende Teemischungen, Frucht- und Gemüsesäfte, leichte Bewegung und ein gut gelüftetes Zimmer in dem gegessen wird.
  • Hat sich der Geschmack verändert und bei trockenem Mund sind oft säurehältige Kleinigkeiten hilfreich. Z.B. saure Drops, Zitrusfrüchte, Fruchtsaft
  • Schlägt der Blutzucker Kapriolen, dann achten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten mit hohem Vollkorn- und Gemüseanteil

Wenn die Eiweißversorgung zum Problem wird

Wussten Sie, dass eine Krebserkrankung den Eiweißbedarf auf mehr als das doppelte steigern kann? Erschwerend kommt oft noch die Abneigung gegen eiweißreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst und Fisch dazu. Die Ernährungsprotokolle von Betroffenen bestehen häufig nur aus Suppen, Cremen, Kompott und Obst. So lässt sich der erhöhte Eiweißbedarf natürlich nicht decken. Wieviel man tatsächlich für seinen Bedarf essen muss kann schnell zur Überforderung führen. Glücklicherweise ist Eiweiß nicht nur in Fleisch und Fisch enthalten. Ei, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Erdäpfel und Getreide sind ebenfalls Proteinquellen. Geschickt kombiniert schafft man viel Eiweiß auf wenig Volumen. Und dies ist genau was Krebspatienten brauchen.

Nahrungsergänzungsmittel bei Krebs

Fast jeder fragt danach, die Hoffnungen sich damit etwas Gutes zu tun groß. Von Fachgesellschaften werden Nahrungsergänzungen, exotische Obstpulver und Extrakte mit sekundären Pflanzenstoffen mit einem kritischen Auge betrachtet. Grundsätzlich gilt die ärztliche Empfehlung: Nahrungsergänzung nur bei nachgewiesenem Mangel als Ergänzung zur optimalen Ernährung. Nicht als Ersatz. Und nicht hoch dosiert. Denn Nahrungsergänzungsmittel können mit den Medikamenten die ein Krebspatient nimmt Wechselwirkungen haben. Hier können wir nur eines empfehlen: besprechen Sie Ihre Nahrungsergänzungen mit dem behandelnden Arzt.

Eine Krebserkrankung verursacht große Veränderungen in den Körpervorgängen. Der Schock der Diagnose und die Sorge, wie gut die geplanten Therapien greifen werden, lassen die Ernährung in den Hintergrund treten. Unser Blogbeitrag soll Betroffenen helfen, Ordnung in die Flut an Ernährungsinformationen bei Krebs zu bringen. Ein kleiner Wegweiser sozusagen. Wir helfen Ihnen gerne weiter wenn Sie Unterstützung bei Ihrer Ernährung brauchen und freuen uns auf Ihre Rückmeldung, Anregungen und Fragen zum Thema! Kontakt

Für eine leichte Lesbarkeit des Blogs verzichten wir auf Nennung beider Geschlechter. Literaturquellen auf Anfrage bei der Verfasserin

weiterlesen beim Thema "6 Dinge, die Menschen mit Krebs über ihre Ernährung wissen sollten"

20.10.2016 13:16

In Nahrungsmitteln unerwünscht

Krebsrisko und Ernährung sind heuer der Schwerpunkt in den gesunden Gemeinden. Beim Frauengesundheitstag in Alberndorf dürfen wir neben vielen anderen spannenden Angeboten mit den Teilnehmern über das Thema Ernährung und Krebsvorbeugung diskutieren.

Inhalte:
Noch nie war das Angebot an Lebensmitteln so groß wie heute. Potentiell gesundheitsschädliche Stoffe können in unseren Lebensmitteln enthalten sein, von natürlich vorkommenden bis hin zu künstlich zugesetzten. Die Krebsgefahr, die von einigen von ihnen ausgeht, wird immer wieder diskutiert. Dieser Workshop informiert objektiv und lässt Raum zum Diskutieren.

• Nahrung: ein (Krebs-)Risiko für unsere Gesundheit?
• Natürlich vorkommende „Gifte“,
• Lebensmittelzusatzstoffe
• Krebserregende Stoffe in Nahrungsmitteln und Gefahr die davon ausgehen kann am Beispiel ausgewählter Nahrungsinhaltsstoffe/Zusatzstoffe

Wo: Pfarrsaal Alberndorf
Wann: 5. November 2016 von 9:00 - 16:00 Uhr
Kosten: € 20,-/Person
Anmeldung am Gemeindeamt bei Karin Wührer unter 07235 71 55-20 oder wuehrer@alberndorf.ooe.gv.at. Anmeldeschluss: 31. Oktober 2016

weiterlesen beim Thema "In Nahrungsmitteln unerwünscht"

 

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