Österreich isst zu fett, zu salzig und viel zu süß. Zu diesem Ergebnis kommt der Ernährungsbericht 2008, welcher kürzlich veröffentlicht wurde. Durch diese falsche und unausgewogene Ernährung in Kombination mit zu wenig Bewegung werden Österreicher immer dicker. Dies ist eine erschreckende Tatsache, denn Übergewicht stellt ein erhebliches Risiko für Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und sogar einigen Krebserkrankungen dar.
In den letzten 10 Jahren hat sich der Fettverzehr bei den österreichischen Erwachsenen nur geringfügig geändert. Es wird noch immer viel zu fett gegessen und meist leider auch das falsche Fett. Der Konsum von gesättigten Fettsäuren geht zwar zurück, dennoch ist der Verbrauch von Fett um 7-12 Energieprozent höher als gewünscht.
Einen weiteren Aufholbedarf haben österreichische Erwachsene beim Salzkonsum. Die durchschnittliche Zufuhr eines Mannes liegt bei 9 g pro Tag, bei einer Frau mit rund 8 g pro Tag deutlich über dem Bedarf von 6 g pro Tag. Wird zuviel Kochsalz aufgenommen, sind gesundheitliche Nachteile wie Bluthochdruck, Nierensteine oder Gastritis zu erwarten.
Zusätzlich wurde herausgefunden, dass der Verzehr von Süßwaren gerade bei Kindern ebenfalls zu hoch ist. Neben Energie liefern Süßigkeiten große Mengen an zusätzlichem Fett und Zucker und kann daher die Entstehung von Diabetes und Übergewicht begünstigen.
Einigen Vitaminen und Mineralstoffen müssen wir mehr Beachtung schenken, da viele ÖsterreicherInnen davon zu wenig aufnehmen. Vitamin D und Folsäure lag weit unter den Empfehlungen. Bei den Mineralstoffen sollte auf die vermehrte Aufnahme von Kalzium und Eisen geachtet werden.
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung stellt die Basis für eine nachhaltige Gesundheitsförderung dar. Viele unterschätzen die Folgen einer ungesunden, fetten und süßen Ernährungsweise. Es ist nie zu spät zu beginnen, denn "Essen ist Genuss, Essen ist Vielfalt, Essen ist Verantwortung für sich selbst" (Quelle: Kaiser-Franz-Josef Spital).