Was haben unser Bauchumfang und die Leber gemeinsam? Beide warnen uns vor erhöhten Blutfetten und Zuckerkrankheit.
Wenn sich die Fettpölsterchen am liebsten um den Bauch herum ansetzen, dann ist das nicht nur unschön, sondern auch gesundheitlich bedenklich. Auch unsere Leber leidet dabei mit. Sie setzt bei Überernährung eine dicke Speckschicht an und wir bekommen eine Fettleber. Bislang galt so eine Fettleber als Folge von Diabetes oder erhöhten Blutfetten. Neue Erkenntnisse zeigen jetzt, dass es eher umgekehrt sein dürfte: zuviel Leberfett erzeugt Stoffwechselstörungen (Quelle: Pressemeldung des FET e.V. 12.10.2009).
Es sind unsere Ess- und Trinkgewohnheiten, die der Leber zusetzen. Zuviel Zucker, Weißmehl, Naschereien und Alkohol lassen die Fettpolster in diesem empfindlichen Organ wachsen. Die Folgen sind Wohlstandskrankheiten wie Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Somit halten wir unsere Gesundheit selbst in der Hand, denn verbessern wir unsere Essgewohnheiten, kann die Leber wieder aufatmen und der Schwimmreifen um den Bauch verschwinden.
- Wir tun unserer Leber nur Gutes, wenn wir für 4 alkoholfreie Tage pro Woche sorgen. So kann sich unser wichtigstes Stoffwechselorgan erholen und seine Aufgabe optimal erfüllen.
- Die besten Durstlöscher sind zuckerfrei. Das macht Leitungswasser, Mineralwasser und Tees zu idealen Getränken, von denen wir täglich 1,5 - 2 l trinken sollten.
- Salat, Gemüse und Obst sind gegen das Bauchfett ein Muss. Ob roh oder gekocht ist dabei nicht so wichtig. Hauptsache es sind 2 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst und 1 Portion Salat täglich.
- Wer mehrmals täglich Naschereien und Süßigkeiten futtert sollte schnell die Not-bremse ziehen. In diesem Fall ist weniger mehr.
- Zwei bis drei fleischlose Tage pro Woche entlasten unseren Stoffwechsel und fördern unsere Gesundheit. Mittels Wochenplan lassen sich die Fleisch-, Fisch- und fleischlosen Tage optimal kombinieren. Das schafft zusätzlich auch mehr Abwechslung im Essalltag.
Ein erhöhter Bauchumfang und Fettleber treten meist gemeinsam auf. Ob Sie um die Körpermitte zu füllig sind können Sie ganz einfach nachmessen: bei Männern soll der Bauchumfang max. 102 cm, bei Frauen max. 88 cm betragen. Normalisieren Sie Ihren Bauchumfang, bessert sich auch der Zustand Ihrer Leber. Ernährungsberatung durch DiätologInnen gibt Ihnen die notwendige Unterstützung, die Sie zur dauerhaften Veränderung Ihrer Essgewohnheiten brauchen.
Beitrag erstellt im Oktober 2009, erschienen in der Gesundheitsbeilage der OÖN