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Mangold
Beiträge

November 2020

Gastbeitrag: Blähungen - eine unangenehme aber meist harmlose Körperfunktion

Oktober 2020

Unser Rezepttipp des Monats: Rote-Rüben-Suppe

September 2020

Unser Rezepttipp des Monats: überbackener Spaghetti-Kürbis

August 2020

Unser Rezepttipp des Monats: Schokokuchen
Essen oder nicht Essen... das ist hier die Frage

Juli 2020

Reizdarm das hilft wirklich
Flohsamenschalen gegen den Stillstand am stillen Örtchen

Juni 2020

Allergie oder Unverträglichkeit?
Unser Rezepttipp des Monats: pikante Buchweizenpalatschinken

Mai 2020

Unser Rezepttipp des Monats: Goldene Milch
Superfood Kurkuma

April 2020

Superfood: schwarze Ribisel
So hilft Petersilie bei Verdauungsbeschwerden
Gerichte aus dem Notvorrat

März 2020

Entschleunigung - was ist das
Unser Rezepttipp des Monats: Räuchertofu-Aufstrich

Februar 2020

9 Tipps für die perfekte Vorratshaltung

Januar 2020

Ernährung bei Krebserkrankung - ein Praxisbeispiel
6 Dinge, die Menschen mit Krebs über ihre Ernährung wissen sollten

Dezember 2019

Unser Rezepttipp des Monats: Glutenfreie Nussschnitten

November 2019

Buchpräsentation: ich schau auf mich

Oktober 2019

Unser Rezepttipp des Monats: Kürbis - Rote Rüben Flammkuchen
Veranstaltung: Ernährung bei Krebs

September 2019

Unser Rezepttipp des Monats: Stefans Lieblingsmüsli

August 2019

Esspertin Carina Hofer im Portrait

Juli 2019

Ribisel: so gesund sind sie
Unser Rezepttipp des Monats: kalt gerührte Ribiselmarmelade (Johannisbeermarmelade)

Juni 2019

Unser Rezepttipp des Monats: Fisch im Gemüsebett
Omega-3 Gehalt von Fischen und Ölen

Mai 2019

Unser Rezepttipp des Monats: Kokosschmarrn

April 2019

Unser Rezepttipp des Monats: Kartoffelgratin mit Spinat

Februar 2019

Unser Rezepttipp des Monats: Apfelspätzle

Januar 2019

Unser Rezepttipp des Monats: Erdäpfelsalat mit Leinöl - reich an Omega 3 Fettsäuren

September 2018

Unser Rezepttipp des Monats: Liwanzen mit Heidelbeeren und Topfencreme

April 2018

Topfenlaibchen mit Joghurtdip und grünem Salat

Oktober 2017

Rezepttipp des Monats: Fenchelcremesuppe

Juni 2017

Veranstaltung: Update Ernährung

April 2017

Rezepttipp des Monats: Schneenockerl mit Vanillesauce
Vortrag: Arthrose: Behandlung mit Bewegung und Ernährung

März 2017

Esspertin Erika Mittergeber im Portrait
Veranstaltung: Treffen über Sport und Ernährung
Vortrag: In Nahrungsmitteln (un)erwünscht

Februar 2017

Die natürliche Entgiftung
Rezepttipp des Monats – Spaghetti bolognese

Januar 2017

Esspertin Lisa Rumetshofer im Portrait
Unser Rezepttipp des Monats: Exotisches Geschnetzeltes

Dezember 2016

Dessert für Weihnachten: Bratapfel mit Vanillesauce
Unser Rezepttipp des Monats: Nikolaus und Krampus selber backen
Regional und saisonal: wohin gehen Sie einkaufen?

November 2016

Unser Rezepttipp des Monats: Curry aus Kürbis und rote Linsen
Zeitgemäße Ernährung für leistungsfähige Mitarbeiter

Oktober 2016

In Nahrungsmitteln unerwünscht
Fruchtzuckerunverträglichkeit: was ist das?
Podiumsdiskussion zur Krebsprävention

September 2016

Unser Rezepttipp des Monats: Gemischte Pilzpfanne zu Toast
Darmdysbiose: Was ist das?

August 2016

Blog
Unser Rezepttipp des Monats: Gemüse-Fisch Lasagne
Die Leber wächst mit ihren Aufgaben...

Juli 2016

Unser Rezepttipp des Monats: Erdäpfel-Käse-Spinatrolle mit Kresse-Joghurtdip
Palmfett: zu Recht umstritten

Juni 2016

Unser Rezepttipp des Monats: Kalte Vitaminsuppe
Blumenschmuck im Salat

Mai 2016

Unser Rezepttipp des Monats: Wildreissalat mit grünem Spargel
Histaminunverträglichkeit

März 2016

Unser Rezepttipp des Monats: Süße Grahamknödel mit Beerenspiegel
Alter is(s)t anders

Februar 2016

Unser Rezepttipp des Monats: Steak mit Balsamicosauce und Bratkartoffeln aus dem Rohr
Doping fürs Denkorgan

Januar 2016

Unser Rezepttipp des Monats: Falafel aus Kichererbsen und Süßkartoffeln
Wie steht´s mit den Essgewohnheiten der Österreicher?

Dezember 2015

Ist Kokosblütenzucker die gesündeste Süße?
Stress und Ernährung
Unser Rezepttipp des Monats: Curryhuhn mit Ananas, Karotten, Mandeln

November 2015

Wer auf seine Gesundheit achtet, lebt länger
Das bisserl Zucker...

Oktober 2015

Unser Rezepttipp des Monats: Räucherforellenaufstrich
Gesunder Fisch aus heimischen Gewässern

September 2015

Unser Rezepttipp des Monats: Müsli-Joghurt Terrine
Unser Rezepttipp des Monats: Fitness-Rohkost

Januar 2015

Ernährung im Sport - eine wichtige Maßnahme um Leistung erzielen zu können


6 Dinge, die Menschen mit Krebs über ihre Ernährung wissen sollten

Kaum ein Betroffener sucht nicht danach: Ernährungsempfehlungen bei Krebs. Von Weglassen von Milch, Weizen und Zucker über exotische Obstpulver bis hin zum Fasten finden wir im Internet die unterschiedlichsten Tipps. Was davon ist sinnvoll? Mit welcher Ernährung rüsten sich Krebskranke am besten für Chemo- und Strahlentherapie? Wir haben fundierte und bewährte Empfehlungen gesammelt, wie Sie die Ernährung optimal an Ihre Krebserkrankung anpassen und therapiebedingte Nebenwirkungen diätetisch abfangen.

Das sind die häufigsten Ernährungsthemen die wir in der Betreuung von Betroffenen feststellen:


  1. Die Essensmenge wird überschätzt, der Energiebedarf wird unterschätzt
  2. Der hohe Eiweißbedarf kann nicht gedeckt werden
  3. Die typische Abneigung gegen eiweißreiche Nahrungsmittel (Fisch, Fleisch) macht das Essen schwierig
  4. Nüchternphasen während Untersuchungen und Behandlungen schwächen den Patienten
  5. (Therapiebedingte) Veränderungen im Appetit, beim Geschmack und bei der Verdauung
  6. Das bedarfsgerechte Essen bekommt nicht die nötige Aufmerksamkeit
  7. Diäten, die den Krebs aushungern sollen, verursachen Muskelverlust

Problem Gewichtsverlust

Sehr viele Betroffene verlieren vor der Diagnose Krebs an Gewicht. Je nach Tumorart sind ein Drittel bis gut 80 % von ungeplantem Gewichtsverlust betroffen. Aber eine Gewichtsabnahme ist bei Krebs alles andere als positiv. Bitte nicht falsch verstehen: natürlich ist Übergewicht ein Gesundheitsproblem, aber bereits bei 5 % Gewichtsverlust innerhalb von 3 Monaten besteht das Risiko einer Mangelernährung. Eine qualitative Mangelernährung kann auch jemand mit Übergewicht haben. Und das ist eine denkbar ungünstige Ausgangslage für die zehrende und manchmal langwierige Krebstherapie. Mitunter bleibt das Gewicht zwar gleich und trotzdem verliert der Krebspatient an Substanz. Nämlich dann, wenn es zu Muskelschwund und Wassereinlagerungen kommt. Deshalb sollte sich jeder Mensch mit einer Tumorerkrankung regelmäßig wiegen und optimalerweise verlaufend BIA Messungen zur Kontrolle des Muskelanteils und Wasserhaushalts durchführen.

Nahrungsmittel, die den Krebs heilen sollen

Man schätzt den Anteil der Ernährung an der Entstehung von Krebs auf rund 30 %. Allerdings ist da das Essen in Summe das Thema. Besonders Übergewicht und die „Western Diet“, also eine Ernährung mit wenig Gemüse und viel Verarbeitetem, sind Risikofaktoren für die Entstehung von bösartigen Erkrankungen. Bitte seien Sie nicht versucht zu glauben, dass ein bestimmtes Lebensmittel Krebs auslöst oder heilt. Besonders was die einzelnen Lebensmittel bei bestehender Krebserkrankung betrifft, steht die Forschung noch am Anfang. Ingwer, Kurkuma, hochdosierte Vitamine, Himbeeren, Milch oder Ketose,… die meisten Informationen stammen aus Beobachtungsstudien oder Versuchen an Zellkulturen und sind leider nicht eins zu eins in die menschliche Ernährung zu übertragen. Ist es also einerlei ob und was ein Krebsbetroffener isst und trinkt? Natürlich nicht!

Ein guter Ernährungszustand hat oberste Priorität

Betroffene haben im Verlauf der Krebstherapie häufig Probleme ihren Energie- und Nährstoffbedarf zu decken. Die Gründe sind vielschichtig: bei manchen Krebsarten steigt der Energie- und Eiweißbedarf an. Appetitverlust, Ekel vor Lebensmittel, Geruchsempfindlichkeit, Mundtrockenheit, Schluck- oder Verdauungsprobleme sind der Auslöser dafür, dass ein Patient zu wenig isst. Neuerdings finden sich in einschlägigen Foren Empfehlungen zum Weglassen ganzer Lebensmittelgruppen. Auch das Fasten oder die ketogene Ernährung werden propagiert um den Krebs zu besiegen. Solche Ratschläge führen nicht selten erst recht in eine Mangelernährung und schwächen nicht den Krebs, dafür aber den Krebspatienten.

Um festzustellen ob jemand ausreichend versorgt ist empfehlen wir das Führen eines Ernährungsprotokolls. Wer nicht selbst mitschreiben kann, protokolliert am besten mit Fotos von der Mahlzeit vor und nach dem Essen. Wir Diätologinnen können recht rasch abschätzen ob ein Klient genug Eiweiß, Kalorien und Mikronährstoffe in seinem Essen hat. Als nächstes erarbeiten wir praktische Möglichkeiten das Essen aufzuwerten, verträglicher zu machen und die körpereigene Krebsabwehr zu unterstützen. Will der Betroffene eine „Krebsdiät“ versuchen, planen und überprüfen wir gemeinsam mit ihm die Versorgung.

Manchmal reicht „normales Essen“ nicht aus. Dafür gibt es spezielle Produkte: energiereich, eiweißreich, zum Aufwerten von Suppen, Kompott oder Getränken. Ihr Einsatz ist sinnvoll wenn ein Patient nicht genug essen kann.

Erste Hilfe bei Nebenwirkungen

Was tun, wenn einem vom Kochgeruch so übel wird, dass einem der Appetit vergeht? Oder wenn die Verdauung verrückt spielt? Therapiebedingten Nebenwirkungen können Sie recht gut diätetisch entgegen wirken.

  • Bei Übelkeit kalte Gerichte bevorzugen: sie sind weniger geruchsintensiv.
  • Bei Erbrechen magenberuhigende Teemischungen trinken
  • Bei fehlendem Appetit helfen zum Beispiel appetitanregende Teemischungen, Frucht- und Gemüsesäfte, leichte Bewegung und ein gut gelüftetes Zimmer in dem gegessen wird.
  • Hat sich der Geschmack verändert und bei trockenem Mund sind oft säurehältige Kleinigkeiten hilfreich. Z.B. saure Drops, Zitrusfrüchte, Fruchtsaft
  • Schlägt der Blutzucker Kapriolen, dann achten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten mit hohem Vollkorn- und Gemüseanteil

Wenn die Eiweißversorgung zum Problem wird

Wussten Sie, dass eine Krebserkrankung den Eiweißbedarf auf mehr als das doppelte steigern kann? Erschwerend kommt oft noch die Abneigung gegen eiweißreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst und Fisch dazu. Die Ernährungsprotokolle von Betroffenen bestehen häufig nur aus Suppen, Cremen, Kompott und Obst. So lässt sich der erhöhte Eiweißbedarf natürlich nicht decken. Wieviel man tatsächlich für seinen Bedarf essen muss kann schnell zur Überforderung führen. Glücklicherweise ist Eiweiß nicht nur in Fleisch und Fisch enthalten. Ei, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Erdäpfel und Getreide sind ebenfalls Proteinquellen. Geschickt kombiniert schafft man viel Eiweiß auf wenig Volumen. Und dies ist genau was Krebspatienten brauchen.

Nahrungsergänzungsmittel bei Krebs

Fast jeder fragt danach, die Hoffnungen sich damit etwas Gutes zu tun groß. Von Fachgesellschaften werden Nahrungsergänzungen, exotische Obstpulver und Extrakte mit sekundären Pflanzenstoffen mit einem kritischen Auge betrachtet. Grundsätzlich gilt die ärztliche Empfehlung: Nahrungsergänzung nur bei nachgewiesenem Mangel als Ergänzung zur optimalen Ernährung. Nicht als Ersatz. Und nicht hoch dosiert. Denn Nahrungsergänzungsmittel können mit den Medikamenten die ein Krebspatient nimmt Wechselwirkungen haben. Hier können wir nur eines empfehlen: besprechen Sie Ihre Nahrungsergänzungen mit dem behandelnden Arzt.

Eine Krebserkrankung verursacht große Veränderungen in den Körpervorgängen. Der Schock der Diagnose und die Sorge, wie gut die geplanten Therapien greifen werden, lassen die Ernährung in den Hintergrund treten. Unser Blogbeitrag soll Betroffenen helfen, Ordnung in die Flut an Ernährungsinformationen bei Krebs zu bringen. Ein kleiner Wegweiser sozusagen. Wir helfen Ihnen gerne weiter wenn Sie Unterstützung bei Ihrer Ernährung brauchen und freuen uns auf Ihre Rückmeldung, Anregungen und Fragen zum Thema! Kontakt

Für eine leichte Lesbarkeit des Blogs verzichten wir auf Nennung beider Geschlechter. Literaturquellen auf Anfrage bei der Verfasserin


 

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