Fasten
Die langfristige Sicherung des Fastenerfolges
Immer mehr Österreicher nutzen die Fastenzeit um
abzuspecken. Die vielen positiven Effekte des Fastens sind leider meist von
kurzer Dauer. Der Fastenerfolg lässt sich jedoch ganz einfach für den Rest des
Jahres sichern.
Mit Ostersonntag endet die vierzigtägige Fastenzeit und die Osterglocken läuten eine Zeit ein, in der wieder ohne Einschränkung geschlemmt werden darf. Viele Österreicher nutzen die sechs Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag auf traditionelle Art und wollen sich wieder auf wesentliche Dinge des Lebens besinnen oder sich durch den freiwilligen Verzicht auf geliebte Dinge vom Konsumzwang befreien. Neben dem spirituellen Inhalt bedeutet Fasten auch bestimmte Nahrungsmittel nicht zu konsumieren. Das kann helfen nach der Fastenzeit wieder bewusster zu leben und zu essen.
Während in Klöstern beim Heilfasten auch beruflicher Stress abgeschüttelt werden kann, gelingt dies zuhause in Eigenregie selten. Die häufigsten Fastengründe sind schnell ein paar Kilos zu verlieren oder seinen Körper zu entschlacken. So beschränken sich die Meisten darauf weniger zu essen und für vierzig Tage Schokolade, Knabbereien oder Alkohol zu entbehren.
Fasten um abzunehmen bringt nur kurze Freude
Ob nun die verlorenen Fastenkilos gewollt oder eine
angenehme Nebenerscheinung sind: lange hält der Fasteneffekt meist nicht an. In
Anbetracht von Ostermenüs, Körben voller Schokohasen und unzähligen
Verwandtschaftsbesuchen scheint das Zunehmen bereits vorprogrammiert. Das
Kasteien auf Zeit bringt nur kurzfristig Erfolg und ist kein dauerhaftes Mittel
um seine überschüssigen Fettpolster los zu werden. Oft wandert sogar noch ein
Kilo mehr auf die Hüften.
Dafür ist der sogenannte Jojo-Effekt verantwortlich, wissen
Diätologen, die auf Grund ihrer Ausbildung über ein fundiertes
ernährungsmedizinisches Wissen verfügen.
Dennoch gibt es Möglichkeiten, sich die positiven Effekte des Fastens
nachhaltig zu sichern.
Den Sinn für Genuss behalten
Fasten schärft die Sinne, die Geschmacksknospen der Zunge
werden sensibler, das Gespür für Hunger und Sättigung wird feiner. Dieser
positive Effekt lässt sich über die Fastenzeit hinaus nutzen, indem Sie sich beim
Essen ausschließlich auf Ihre Mahlzeit konzentrieren. Weil Genuss Zeit braucht
sollten Sie zumindest 20 Minuten für Ihre Mahlzeit brauchen. Lassen Sie sich
vom guten Geschmack Ihrer Mahlzeit nicht durch Fernsehen ablenken, sondern
kosten Sie die Geschmacksvielfalt Ihres Essens in vollen Zügen aus.
Trinken als festes Ritual vor der Mahlzeit
Für viele ist Tee ein fixer Fastenbegleiter. Weil der Körper
zu rund 70 % aus Wasser besteht, ist trinken auch nach der Fastenzeit wichtig.
Ein Glas Wasser vor der Mahlzeit kann zum festen Ritual werden und stillt
daneben den ersten großen Hunger. Wer in der Fastenzeit auf Alkohol verzichtet
hat wird das erste Bier nach vierzig Tagen besonders intensiv schmecken. Diesen
Geschmack konservieren Sie am besten indem Sie Alkohol als Genussmittel
betrachten und zwei alkoholfreie Tage pro Woche einplanen.
Machen Sie den Freitag wieder zum Fischtag
Fisch hat als Ersatz für Fleischspeisen eine lange
Tradition. Nicht nur in der vorösterlichen Zeit ist er eine willkommene Bereicherung
am Mittagsteller, auch den Rest des Jahres tut Fisch gut. Machen Sie den
Freitag wieder zum traditionellen Fischtag. Forelle, Lachs und Saibling munden
nicht nur Ihrem Gaumen sondern fördern auch Ihre Herzgesundheit.
Dunkle Schokolade in der Schoko-Lade
Kein anderes Nahrungsmittel wird in der Fastenzeit so häufig
gemieden wie Schokolade. Weil die süße Versuchung ein schlechtes Image als
Dickmacher besitzt, wird oft versucht, sie komplett aus dem Leben zu streichen.
Doch Schokolade darf hin und wieder eine „Sünde“ wert sein. Wenn Sie naschen
wollen, dann besser Schokolade mit mindestens 70 % Kakaoanteil. Sie enthält
zwar in etwa gleich viel Fett, aber es ist wesentlich schwieriger eine ganze
Tafel auf einmal zu essen.






